PFAS sind seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Die Stoffe sind nur sehr schwer abbaubar, verbreiten sich leicht in der Umwelt, und manche PFAS können gesundheitsschädlich sein. Nun warnt die Aufsichtsbehörde für Umwelt und Verkehr (ILT) vor einer Quelle der PFAS-Belastung, die zunehmend an Bedeutung gewinnt: Pestizide in der Landwirtschaft.
Nach Angaben der ILT gelangen jährlich etwa21.000 Kilogramm Trifluoressigsäure (TFA)über Pestizide in die niederländischen Gewässer. TFA entsteht beim Abbau bestimmter PFAS-haltiger Pflanzenschutzmittel.
Das ist eine auffallend große Menge. Zum Vergleich: Nach Angaben der ILT werden jährlich etwa 2.000 Kilogramm TFA aus der Industrie freigesetzt.
Einsatz von PFAS-haltigen Pflanzenschutzmitteln hat sich fast verdoppelt
Die Menge der eingesetzten PFAS-haltigen Pflanzenschutzmittel hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Im Jahr 2022 belief sich diese Menge laut der Aufsichtsbehörde auf etwa 250.000 Kilogramm. Im Jahr 2024 waren es bereits 465.000 Kilogramm.
Ein Teil dieser Stoffe wird schließlich zu TFA abgebaut. Über den Boden und das Wasser kann sich dieser Stoff anschließend in Oberflächengewässer und das Grundwasser ausbreiten.
Dies ist vor allem deshalb besorgniserregend, weil das Grundwasser eine wichtige Quelle für unser Trinkwasser ist.
Die ILT warnt davor, dass TFA mittlerweile nicht nur in Oberflächengewässern und flachen Grundwasserschichten nachgewiesen wird, sondern auch immer tiefer in den Boden eindringt.
Was macht PFAS so bedenklich?
PFAS ist ein Sammelbegriff für Poly- und Perfluoralkylsubstanzen. Es handelt sich um eine große Gruppe chemischer Stoffe, die sich nur sehr schwer abbauen lassen. Daher können sie über lange Zeiträume in der Umwelt verbleiben.
Einige PFAS werden mit Auswirkungen auf das Immunsystem und anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Auch TFA rückt zunehmend in den Fokus. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) warnte in diesem Jahr, dass TFA möglicherweise schädlicher sei als bisher angenommen.
Eine aktuelle Untersuchung des RIVM ergab zudem, dass nahezu jeder in den Niederlanden PFAS im Blut hat.
Die Frage ist daher nicht nur, wie viel PFAS wir heute in die Umwelt einleiten, sondern auch, wie viel davon sich in den kommenden Jahrzehnten weiter anreichern wird.
Das Trinkwasser schützen und selbst aktiv werden
Die wichtigste Lösung liegt natürlich an der Quelle: Die Verwendung und Verbreitung von PFAS müssen eingedämmt werden. Die ILT plädiert daher für ein strengeres Vorgehen gegen PFAS-haltige Pflanzenschutzmittel.
Aber was können Sie als Verbraucher selbst tun?
Eine zusätzliche Schutzmaßnahme kann darin bestehen,das Trinkwasser, das Sie tatsächlich trinken, zu filtern. Die Wasserfilter von Aqualinewurden entwickelt, um verschiedene unerwünschte Stoffe aus dem Wasser zu filtern, darunter auch PFAS.
Das bedeutet, dass Sie nicht vollständig von Maßnahmen abhängig sein müssen, die erst in Zukunft Wirkung zeigen. Indem Sie das Wasser, das Sie trinken und beispielsweise für Kaffee und Tee verwenden, zusätzlich filtern, können Sie selbst einen weiteren Schritt in Richtung saubereres Trinkwasser unternehmen.
Ein Wasserfilter ersetzt natürlich nicht die notwendige Bekämpfung der PFAS-Belastung an der Quelle. Er stellt eine ergänzende Maßnahme für Personen dar, die ihre Exposition gegenüber unerwünschten Stoffen im Trinkwasser weiter reduzieren möchten.
Gibt es Alternativen zu Pestiziden?
Ein Verbot von PFAS-haltigen Pflanzenschutzmitteln klingt einfach, doch in der Praxis ist die Sache komplizierter.
Die Wageningen University & Research hat untersucht, welche Alternativen zur Verfügung stehen. Die Forscher betonen, dass je nach Kulturpflanze und Wirkstoff geprüft werden muss, was möglich ist.
Laut den Forschern gibt es bei Mitteln gegen Unkraut und bestimmte Schädlinge mehr Möglichkeiten. Bei der Pilzbekämpfung gestaltet sich dies schwieriger. Dies gilt beispielsweise für den Kartoffelanbau und den Anbau von Zuckerrüben.
Landwirte stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen ihre Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen, während gleichzeitig der Druck, Schadstoffe aus der Umwelt fernzuhalten, immer größer wird.
Vorbeugen ist besser als nachträgliches Filtern
Die Diskussion über PFAS in Pflanzenschutzmitteln zeigt, wie komplex Umweltprobleme werden können, sobald Stoffe einmal in den Boden und ins Wasser gelangt sind.
Ein Pflanzenschutzmittel kann heute eingesetzt werden, während seine Auswirkungen noch Jahrzehnte lang spürbar sein können. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Stoffe letztendlich ins Grundwasser gelangen, das zur Trinkwassergewinnung genutzt wird.
Daher sind zwei Dinge wichtig:
- Verschmutzung an der Quelle verhindern.
- Soweit möglich, sollten wir für einen zusätzlichen Schutz des Wassers sorgen, das wir tatsächlich verbrauchen.
Die Bekämpfung von PFAS erfordert strengere Vorschriften, eine umweltfreundlichere Landwirtschaft und einen besseren Schutz unserer Wasserressourcen. Gleichzeitig können Verbraucher mit einem geeigneten Wasserfilter, wie beispielsweise einem Aqualine-Wasserfilter, selbst einen zusätzlichen Schritt unternehmen, um PFAS aus ihrem Trinkwasser zu entfernen.
Sauberes Trinkwasser beginnt mit dem Schutz unserer Wasserquellen. Und solange PFAS dort ein wachsendes Problem darstellen, ist es ratsam, auch zu prüfen, was Sie selbst tun können.
